In dieser Vorlesung erhaltet ihr einen umfassenden Einblick in die Rolle der Böden im Zeitalter des Anthropozäns und die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Umwelt und Klima. Ein besonderer Fokus liegt auf den Puffer-, Filter- und Transformatorfunktionen der Böden, die entscheidend für die Stabilität von Ökosystemen und den Erhalt der Biodiversität sind. Ihr lernt, wie menschliche Eingriffe und der globale Wandel diese Funktionen beeinträchtigen und welche Folgen dies für die Kulturlandschaftsentwicklung hat.
Dabei werden komplexe Wechselbeziehungen zwischen Klima, Landschaft und Mensch untersucht. Ihr erwerbt ein Grundlagenwissen, um die zunehmende Bedeutung von Böden als Schnittstelle zwischen natürlichen und menschgemachten Prozessen zu verstehen. Im Kontext der globalen Klimakrise und der Notwendigkeit nachhaltiger Landnutzung erforscht ihr, wie Böden als wertvolle Ressource geschützt und nachhaltig genutzt werden können, um ökologische Stabilität und Artenvielfalt zu sichern.
– Ursachen & Folgen des Klimawandels
– Klimawissenschaft
Sabine Fiedler ist Professorin für Bodengeographie am Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie beschäftigt sich mit der Dynamik von Stoffkreisläufen in Landschaften, insbesondere von Kohlenstoff und Stickstoff, und erforscht Redoxprozesse in Böden. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Rekonstruktion (prä-)historischer Landnutzung sowie in der forensischen Pedologie, wo sie Böden zur Aufklärung krimineller Handlungen untersucht. Ihre Forschung trägt maßgeblich zum Verständnis der komplexen Wechselwirkungen zwischen Böden, Umwelt und menschlichen Aktivitäten bei.